Feriezit

De Elch

 de Elch wünscht schöne Feriezeit,

ihr liebe Leut, fahrt net so weit

Im Ländle gibt's gar viel zu sehe,

 warum dann auf'd Kanare gehe?

Im Schwarzwald un am Schwäb'sche Meer,

könnt ihr euch sonne gar so sehr.

Die Luft ischt xsund, des Wetter heiter,

de Kachelmann geht nauf die Leiter.

Dann könnt ihr wie oin Elch so braun,

im September wieder mal in's Forum schaun!

 Ade! de Elch

 

 

mit diesem Gedichdle hätt sich de Elch in den Urlaub verabschiedet

 

no e Gedichdle

 

 

***** War's umsonscht?

de Elch

 De Uwe zog zum Fallerhof,
dort stand er rum un gucket doof.
Die Fallers war'n grad net dehoim,
die Reis umsonscht?
Ischt des gemoin!
Die Leut, die da sinn, er net kennt.
Het er im Forum was verpennt?

Wärscht vier Kilometer weiter gange,
im Hexeloch wirscht nett empfange.
Dort gibts manch’s was dei Herz begehrt,
e Kirschwässerle wär net verkehrt.
Uhre, Kunscht un Schwarzwaldpuppe,
wie mit Wasser Strom werd,
kannscht hier gucke.
An die dehoim müscht a mal denke
un ebbes mitbringe zum schenke
.
 

In's Bächle könnscht dei Füss neihänge,
e halbe Stund im Gras dann penne.
Wenn'd Glück hascht ruft de Kuckuck hier,
de Elch verzählt vum Schwarzwald dir.
Knurrt dir de Bauch bis in die Socke,
könnscht dich hinter't Mühl nahocke.
Gar vieles werd dir aufgetischt,
dass't s hoimgehe glatt vergischt.
Dei Geburtstag wär gerettet gwese,
bei nette Leut un gutem Esse.

Drum ihr Leser, überlegts euch doch:
goat net zum Hof, kommt lieber glei in's Hexeloch!


http://www.hexenlochmuehle.de
 

 

Noch e Gdichdle vom Elch ausm Löwe

 

no meh Gedichde

 

 

 Hannes' Traum

vum Elch

de Elch, ja des ischt wohl bekannt,
fährt mit em Bähnle gern durchs Badner Land.
Bregtal- un a Sauschwänzlebahn,
wie oft ischt er da mitgefahrn.
Die oine het koi Schiene mehr,
die andere fährt nur sommers hie un her.
Packt ihn mal des Reisefieber,
trabt er glei nach Karlsruh nüber.
Vun dort, er macht sich koine Sorg,
ischt er a schnell in Offeburg.
Die Schwarzwaldbahn grad hier beginnt,
dank E-Romantik wois des heut e jedes Rind.
Die ältschte Küh, die wissens noch,
es lange Zitt nach Dampf,
dann 20 Jahr nach Diesel roch.
Heut könntscht nimmer an de Schiene grase,
 wenn'd 101 mit ihrm Schnellzug vorbei tut rase.
Hano, da wackelt dir's Geweih,
wenn die mit 100 zischt vorbei.

Die viele Kurve, Tunnel, Brücke,
tun net nur de Elch entzücke.
Wen sieht er in Hausach an Gleis drei,
ischt des de Hannes, er könnt's sei.
Em Karl sei Freund, mir kennet ihn,
stürzt er sich sonscht in'd Schiltach rin.
Bergauf führt nun der Schienestrang,
da kommt Hannes' kreatives Hirn in Gang.
"Des hat der Gerwig* super konstruiert",
denkt er, wie er nach Triberg nauf so fährt.
Noch oin Tunnel un noch oiner,
mehr als 30 an der Zahl, "ei der Gerwig,
der war wirklich genial".

In dene dunkle Tunnelröhre,
dem Hannes sei Gedanke fange an zu gähre.
In Triberg ischt er angelangt,
wie er an dem schroffe Felse stand,
des Gerwig-Denkmal hat gesehn,
da werd's ihm klar:
"A i bin für ebbes grosses ausersehn!"
Sie ischt der Traum fascht oines jeden Mannes,
 drum träumt den Traum a unsern Hannes.
Für den oine ischt se Spass, für de andre Wahn:
 die geliebte Modelleisebahn!

"I habs, die Idee ischt toll,
i bau die Schwarzwaldbahn in Ha-Null".
Die ganze Streck in 1 zu 87, de Elch er moint, de Hannes, ja der macht sich.
Als Grubechef war er verfehlt,
doch zum Modelleisebahner ischt er erwählt!
Allei geht des wohl nit, des wär zu schwer,
da müsset oin paar fleissge Helfer her.
Un was des koscht, ihr liebe Leut,
bei dene Modellbahnpreise heut.
Scho werd de Karl drauf scharf gemacht,
der hat de Hannest erschd mal ausgelacht!

"Dei Schnapsidee'e kenn i doch,
gehscht bade mit im Hexeloch!"
Doch bald kommts ihm so spinnend garnet vor,
 habet mir net die passend Landschaft vor de Tür?
De Karl kann schnitze, baschtle, alles repariere,
er packt mit an, denn probiere geht über studiere.
Die Bea ischt doch e bissle kreativ(?),
macht nix, in natura sinn die Berge a e bissle schief

Un so mancher lange Abend,
ward erquickend un a labend,
wenn de Karl die Fallerhäusle klebt.
Ob des a älles grad so hebt?
Un weil des wichtigschte no fehlt,
de Fallerhof a im Modell ersteht.
Die Bahn ischt zwar e bissle weiter weg,
doch de Hannes freut sich über den gelungne Gag.

Wo werds Hexeloch zu finde sei?
En Preiser-Elch, ja des wär fein!!!

400 qm wollet die bebaue, oh jeh,
de Elch moint, die werdet sich da bös verhaue.
Für die Berge, Hügel, Täler,
10.000 Bäumle müsset mindeschtens hier her!
Viele Schiene, Kabel, Brücke,
oh muscht manches Scheinsche zücke.
Wenn des Projekt ernschthaft zu scheitern droht,
 was machet ihr dann, in der Not?
De Bürgermeischter werds scho richte,
de Hermann tut sei Chance sichte.
Nach dem koi Wolf hier zu vermarkte war,
braucht die Gemeind' e Modellbahn,
ischt doch klar!
Selbscht der Herr Weis ischt angetan,
sieht er die Zügle mal net nur in seim Koffer fahrn.
Wenn älles einmal fertig werd,
Herr von Ortloff alle dann beehrt!
Ooh was werd der häppie sei,
für seine ER-Folge siebehundertdrei.
Schönwald hät e neue Attraktion,
dank dem Hannes un de Fallers,
werd des der Mühe Lohn.

Was de Elch hier so zusammereimt,
scho irgendwo im Drehbuch keimt!
Noch oin Tunnel un noch oiner, manche lang,
andre a e bissle kloiner.
Ihr's dann irgendwann mal sonntags seht,
ihr euch erinnert an des, was heute hier scho steht.
de Elch er moint, wie ischt des gut,
 wenn oin Drehbuchschreiber was vun Eisebahn verstehe tut!!!

(*Ihr Unwissende leset hier, Robert Gerwig war der Schwarzwaldbahn-Konstruktör)
 

Da es mit de Bähnle-Folge no ebbes dauert, ewäng Vorfreude hier drin lauert:
www.schwarzwald-modell-bahn.de
Agucke, hiefahre... könnt sich lohne! Vielleicht ischt grad de Hannes da!

 

Des Gedichdle hätt “de Elch” im “Löwen” hinterlassen. Ich habs mir dort rauskopiert. Da “de Elch” halt mal e Elch iss, un kei EMailadress hätt, setz i sei Eiveständnis voraus :-) Sollt er do was dgege habe, soll er sich bei mir melde

 

no meh Gedichde

 

 

Sommerabend

 von Albert Ludwig,
(Wiesental)

O lueg, wie d’ Sunne abezieht,
In rotem Glast der Himmel glüeht!
O lueg doch, wie sie abesinkt,
Zum Abschied noch so glänzig winkt!
Jetz stoht sie still dört hintrem Wald,
Grüßt Alli fründli, Jung und Alt.

Sie seit: “Guet Nacht, ihr liebe Lüt!
Im süße Schlummer störich nüt!
Doch schinich zitli morn uf ‘s Hus,
So ribet weidli d’ Augen us,
Und göhnt an’s G’schäft mit frohem Muet
Und heitrem Sinn; no lauft’s au guet!”

Der Hansjörg, vo der Arbet müed,
Nei, wie’s en unter d’ Linde zieht!
Und ‘s Annemeili frisch und frank,
Jo weger, ‘s sitzt scho uffem Bank.
 Herrjeh! het’s d’ Sunne echterscht g’seh?
Er het em g’schwind e Schmützli geh.
 

Der Storch stoht uffem Chilchedach
Er denkt: ”I ha hüt g’schafft mi Sach’!
Meng Fröschli rutscht eim dur der Schlund
Vom Morge bis zuer Obestund!”
Er wünscht sim Wibli gueti Rueh
Und seit: “Deck d’ Eier ordli zue!”

s Heumüchli ruckt, und d’ Fledermus
Het au verloh ihr rauchig Hus;
Sie het nüt gesse sit hät früeih,
Drum machtere ‘s Fliege so viel Müeih.
Siehsch, wie sie nonem Mückli schnappt
Und ‘s Summervögli scho ertappt?

Im Homberg isch de Ühl verwacht.
Sie Morge chunnt jo mit der Nacht.
Es goht em wie de böse Lüt:
Es taugt am Tag sie Handwerk nüt.
Hörsch, Fritzli, ‘s Betzitglökli schallt!
Gang heim, sust chunnt der Ühl vom Wald!

 

no meh Gedichde

 

 

S’ Nasetröpfli

von Georg Kleis (Ortenau)

Ä Tröpfli hänkt am Zinke
unn glitzert in dr Sunn,
o lätz, des wurd jo länger
unn bamblt rum unn num.

Där, wu der Zinke ghört,
het s Nasduöch nit im Sack
unn wiils ne jetz doch schdört,
schdupft mitem Ärml weg.

Wär siini Zung doch länger,
no hätt er ke Problem,
no könnt er s Nasewasser
im Muul verschwinde len!

 

 

no meh Gedichde

 

 

De Schmutzig Dunschtig

von Martha Schmidle, (Breisgau/Kaiserstuhl)

Am Schmutzige Dunschtig,
mei do gohts rund,
wennn d Narre im Ort regiäre.
S isch Gaudi bis in d Morgestund,
si diän sich gherig riähre.

Ne Nachthemm a, ne Zipfelkappe uf,
ne rotdupfts Diächli um de Hals,
so hopse si weidli s Oberdorf nuf,
us allene Ecke kumme si als.

Viil Dorfmusikante sin debii
- si ghere doch dezuä -,
ne frohe Sinn, ne Gläsli Wii,
no hän si Puschti gnuä.

Z erscht wird deno mol s Rathuus gstirmt,
de Vogt het nitt meh z sage,
s wird s allerbescht sii, wenn er tirmt,
bevor s ne usi drage.

Bim Groneplatz wird d Näjscht verzellt,
neweng au d Lit usgmacht,
ums Mikrofon manch Narr sich stellt,
s wird herzhaft glatscht un glacht.

Au d Guggemusik ”Blech- un Krach”
macht alle Luscht un Schneid,
der Umzug isch ne großi Sach
un d Narre hän ihr Freid.

Si drucke no in d Wirtschaft nii
- säll isch scho intressant -,
es isch als fascht s ganz Dorf debii,
si sin us Rand und Band.

 

no meh Gedichde

 

 

Winterfreuden

von Marie Müller, (Breisgau/Kaiserstuhl)

Dusse schneits in einem furt
dinne d Katz am Ofe schnurrt.
Scho hets ä schene Schnee hi gleit
un s Is am Weier ai scho treit.
Winterfräide sins fir d Kinder
un fir d Große au nit minder.
Dr Alfred där spannt d Lotte i
vier fünf Schlitte hinte dri,
no gohts los, d Stroß nuf, d Stroß na
die Fräid diä mienr gsähne ha.
Wenn eins fliegt des schadet nit,
wenns im hoche Schnee no lit,
s stoht no uf un lacht drzue
Winterfräide gits grad gnue.

Ufm Weier bis zowä spoht
s schluttere halt wit r goht.
Ei Teil het au Schlittschueh a
jetz gohts hurtig nuf un na,
riwr un niwr rum un num
doch uf eimol machts ä Bum.
Un die Mäidli un die Buewä
liege do wie Krüt un Ruewä,
lache dien si voller Fräid
lache, well si halt sin keit

 

no meh Gedichde

 

 

Guäti Vorsätz

von Martha Schmidle (Tuniberg/Kaiserstuhl)

Am Afang vum näje Johr
nimmt mer sich immer viil zviil vor.
Will eifach alles anderscht lenke
nit immer nur an d Sorge denke. 

Ne Vorbild sii in manche Sache
un halt au weniger Fehler mache.
Me mecht jetz besser d Freizit nutze
un nimmi soviil Geld verbutze. 

Kurzum: verzichte un meh spare,
statt Auto nur noch Fahrrad fahre.
Ganz selte emol eini rauche,
au stiller werre, nimmi fauche.

Mit em Großvatter halt meh rede,
nit nur scharf sii uf d Monete.
Noch ebis schaffe am Fiirobe,
weniger nergle un meh lobe. 

Vorsätz hän viili, so wirds wohl sii,
doch bi de meischte blibts do debii.

 

Noch mehr Gedichte bei